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Die Helsingör-Affäre
oder
Hamlet liebt Antigone
Von der Aktualität/Aktualisierung klassischer Stoffe, Motive und Geschichten
Bei »Hamlet liebt Antigone« geht es um den kreativen Umgang mit literarischen
Figuren durch Ausschöpfung intertextueller Möglichkeiten. Es ist ein Spiel mit
Figuren und Charakteren, wobei es zum Teil auf das eigene Schreiben ankommt und zum
Teil auf das literarische Verständnis, auf die Interpretationskunst bereits bestehender
Texte.
Denn auch das Schreiben ist nur zum Teil Ausdruckskunst.
Andere Fähigkeiten wie Beobachten, Textauslegen, Verhalten und Phänomene Deuten
und Kombinieren gehören ebenso dazu wie das, was wir mehr verschleiernd als klärend
»Phantasie« nennen.
In »Hamlet liebt Antigone« sollen eben die verschiedenen Aspekte
der Autorenarbeit angesprochen und aktiviert werden - nicht nur das Schreiben als
Ausdrucksvermögen. Beleuchtet werden auch die verschiedenen Facetten des Begriffs
»kreatives Schreiben«, um die ästhetische Arbeit mit der Intertextualität hierin
besser verorten zu können.
In der Hauptsache aber geht es um den kreativen
Umgang mit Charakteren und Rollen nach dem frei nach Ludwig Wittgenstein
abgewandelten Motto: Den Charakter einer Figur verstehen heißt, mit ihr zu spielen.
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