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PUBLIKATIONEN

 
Uri Bülbül
SOKRATES - Der kafkASKe Fortsetzungsroman
 
Uri Bülbül: Der Auftrag
Anatomie des Verrats
Ein Spiel für Stimmen
 
Uri Bülbül/MALÜE!:
Trau, schau, wem.
Ein Bilderbuch über Liebe, Verrat und Tod
 
Uri Bülbül/MALÜE!:
Versuch!,
Kafka neu zu denken...
Ein Bilderbuch über Welt, Gesellschaft und Befremdung
 
MALÜE!:
Es kocht!
Ein Bilderbuch
Die aktuelle bebilderte Welt so, wie sie ist
 
Hans-Jürgen Gawoll/MALÜE!:
Gedichte,
die kein Leben schrieb












 

 

 

Publikationen

   
Uri Bülbül: SOKRATES - Der kafkASKe Fortsetzungsroman bisher in 3 Bänden Folgen 1-333

Literatur heute im Internet, in Zeiten des Hypertextes, sozialer Medien und Print on Demand mit einer Geschichte zwischen Fiktion, Wirklichkeit, Phantasie. Es werden Anregungen, Textstellen und Figuren- sowie Handlungsvorschläge von anderen mit aufgenommen. Mitwirkung ist erwünscht, denn Literatur ist Kommunikation. Manche werden ungeduldig, wenn ihre Beiträge nicht so schnell im Roman erscheinen, wie sie es sich vorgestellt haben oder wünschen. Aber das Konzept und die Dramaturgie der Erzählung entsprechend zu stricken bedarf immer der Zeit und liegt in der Strickkunst des Autors.

Wer den Roman verfolgen möchte, ohne sich das Buch kaufen zu müssen, findet ihn auf Google-Docs mit der Möglichkeit zu kommentieren.

SOKRATES auf Google-Docs und auf ask.fm hier zu finden das gesamte Linkverzeichnis als PDF.

So kann direkt Feedback gegeben werden kritisch oder kreativ, wie das Eine oder andere weitergehen könnte.

Uri Bülbül nimmt Beiträge und Kritik neben den Kommentaren auf Google-Docs,

auf facebook oder auf ask.fm entgegen.

Das bereits Geschriebene und Publizierte wird natürlich nicht mehr verändert, kann aber immer kritisiert werden und womöglich wirkt sich die Kritik zukünftig aus.

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und vorhandenen Profilen sind manchmal zufällig und manchmal gewollt. Wer lesen kann, wird lesen, wer Verstand hat, wird verstehen, sagt der Autor, der seine Autorenrolle zwar postmodern neu definiert, aber die Autorschaft nicht auf- und das Heft nicht aus der Hand gibt.

Neben intertextuellen Bezügen zur Weltliteratur, zu Kinofilmen oder Musikstücken, die in der Onlineversion der Romanfolgen zum Teil direkt zitiert werden und die youtube-Links ein neues Zitationsverfahren und Medienwechsel erlauben, zitiert der Autor auch seine eigenen Bücher, führt Figuren aus bereits veröffentlichten oder noch zu veröffentlichenden Werken in den Roman ein und schafft ein hypertextuelles Netzwerk, das zu seiner in seinen Essays als rhizomatisch bezeichneten Denkweise passt. Mit seiner Sympathie und Übereinstimmung mit den französischen Philosophen Deleuze/Guattari oder Michel Foucault macht sich Uri Bülbül literarisch auf den Weg, Neues zu erkunden und vergleicht sich gerne mit dem romantischen Taugenichts von Joseph v. Eichendorff. Überhaupt scheint er für die Romantik eine Menge übrig zu haben und hebt in SOKRATES Grenzen zwischen Kafkaeskem, Romantischem, Märchenhaftem und Politischem auf.

Er macht Lesungen im Garten eines Kleingartenvereins, wo er eine Kulturlaube eingerichtet hat, unterhält sich mit allen Menschen, die sich auch nur Ansatzweise für den Roman oder Teile davon interessieren könnten und zitiert sie wiederum in dem laufenden Text oder in den Einleitungen zu den einzelnen Folgen. So bekommt schon seine Gartennachbarin Ilona einen angestammten Platz in der 4. Staffel, die als Buch Sommer 2018 erscheinen wird.

Auf dem Klappentext des ersten Bandes bezeichnete er den Roman schon als ein episches Schimmelbuch, das das Gehirn befällt und das Bewusstsein belegt, nach dem dritten erschienenen Band kann man durchaus feine wie feinsinnige Bezüge erkennen und gespannt darauf sein, wann ein deutliches Gebilde hervortreten wird.

Die Bücher sind über den Buchhandel erhältlich.









   
Uri Bülbül: Der Auftrag. Anatomie des Verrats. Ein Spiel für Stimmen.

«Der Auftrag - Anatomie des Verrats» ist der erste Band des literarischen Hypertextprojektes von Uri Bülbül. Essayistisch und poetisch spinnt er darin intertextuelle Fäden von Hamlet über Ödipus, Ophelia und Antigone bis hin zur Fiktionsphilosophie und «die Ontologie des Nichts». Im «Auftrag» zeichnet er die argumentativen Legitimationslinien eines Verräters für seinen Verrat nach und taucht alles in ein kafkaeskes Licht und erfreut sich an der Absurdität politisch existenzieller Verhaltensweisen.

Konzipiert ist das Buch synoptisch, während links ein Erzähltext läuft, findet rechts das Erzählte als geschriebenes Hörspiel seinen Niederschlag; Redundanz und Differenz wechseln ab und eröffnen weitere Einblicke in das Geschehen.

Nichts ahnend ging ich meiner Schreiberei nach. Hier ein Einfall, da eine Idee, hier wieder eine Korrektur, da eine Streichung. Auf meiner klapprigen Monica kam ich nicht schnell voran. Und das im Zeitalter des elektrifizierten Wortes, der virtuellen Gedanken: kaum sind sie gedacht, schon sind sie erloschen. Manche wähnen sich einen Mausklick weit vom Stein der Weisen entfernt. So nicht ich! Sie werden es nicht gerne hören, aber mir ist die Wahrheit scheißegal. Um im platonischen Sonnengleichnis zu sprechen:... Sie verstehen doch etwas vom platonischen Idealismus, oder? Nennen wir es ruhig beim Namen: Ich meine natürlich seinen Realismus! Seinen Begriffsrealismus, meine ich. Alles klar? Gut! Um also im platonischen Sonnengleichnis zu bleiben: Ich bin jemand mit Sonnenallergie. Eine lichtscheue Gestalt, würde Katja sagen. Aber was schert mich das? An jenem Tag ging ich meiner Schreiberei nach. Was sollte das nur werden? Ein Roman? Eine Novelle? Ein Essay?



   
   
Uri Bülbül/MALÜE! : Trau, schau, wem.
Ein Bilderbuch über Liebe, Verrat und Tod

Ein Sommer, eine Begegnung, eine kurze... soll man es überhaupt Liebe nennen? Und dann ein unerklärlicher Schmerz, man weiß gar nicht, ob das ein Buch füllen kann. Aber das Thema: Liebe, Verrat und Tod steht schon lange im literarischen Schaffen Uri Bülbüls im Zentrum. Und Ophelia lässt er in seinem Dramulett sagen:

Gibt es keine Freundschaft in der Liebe? Freundschaft wie zwischen zwei Freunden? Unzertrennliche Freundschaft? Zwei Hand in Hand gegen die Welt? Zwei rudernd in einem Boot?

Rudernd in einem Boot geht es jedoch lediglich ins Jenseits für Ophelia auf dem Weg in die Unterwelt in Begleitung des Hermes. Sie will verstehen, aber was soll's?

Hermes: Dann bin ich dein Freund.
OPHELIA: Bist du es denn?
HERMES: Immer noch das Dummchen? Natürlich nicht!
OPHELIA: Was? Bist du mehr als ein Bote nicht? Ziehen meine Hügel nur Nattern an?
HERMES: Ich bin ein Überbringer, wenn du so willst. Aber machen wir kein Rätsel daraus! Nachher glaubst du noch an eine Lösung.

Der deutsch-schweizer Maler, Grafiker und Buchillustrator Matthias René Lüttig alias Malüe! Und der deutsch-türkische Literat Uri Bülbül, beide Jahrgang 1963, beschließen eine engere literarisch-malerische Zusammenarbeit und bringen ihr erstes gemeinsames Buch unter dem Titel «Trau, schau, wem» heraus. Es ist eine poetisch-malerische Auseinandersetzung mit menschlichen Elementarthemen und klassischen Motiven und Stoffen, den «Molekülen, aus denen sich das Leben zusammensetzt».

«Trau, schau, wem» eine feststehende Redewendung steht für den Dreh- und Angelpunkt menschlicher Beziehungen, sei es individuell oder politisch. Denn den Künstlern ist Liebe keineswegs eine rein individuelle und private Angelegenheit, sondern immer auch ein politisches Phänomen. Sie gehen in Bildern und im Text der Frage nach, wie sie sich unter politisch-staatlichem, surrealem und doch so nahem und manifestem Druck verbiegt, wie Liebende zum Verrat verführt werden und wo sie sich von Mißverständnissen geplagt aus dem Blick verlieren.

Ironie und Sarkasmus zeugen von einer kritischen, mißtrauischen Distanz zu Gefühlen der Zuneigung und des Vertrauens. Lust und Verlust liegen so nahe beieinander, dass Vertrauen und Grauen eine schaurige Atmosphäre schaffen. Die beiden sezieren jeder auf seine Weise alte literarische Motive von Shakespeare und Büchner und bauen eine Brücke zu einer wohl überdachten und überwachten Gegenwart.

Spielerisch entwickeln Liebe, Verrat und Tod intertextuell fundiert weitere Variationen des «alten Spiels».



   

Uri Bülbül/MALÜE! :

Versuch!, Kafka neu zu denken...
Ein Bilderbuch über Welt, Gesellschaft und Befremdung

Beachten Sie die Interpunktion, der Essay zu Deutsch auch häufig als Versuch bezeichnet, wird zum Imperativ, nicht nur für den Autor, sondern auch für die Leserschaft; Kafka neu denken ist auch ein Überdenken dessen, was man für selbstverständlich zu halten sich angewöhnt hat: da hat einer tiefenpsychologische Probleme mit dem übermächtig scheinenden Vater, kommt mit Frauen nicht zurecht, womöglich spielt da auch Homosexualität eine Rolle, die nicht ausgesprochen oder ausgelebt wird, und er flüchtet sich in Literatur und dann in die Krankheit. Ja, tragisch, aber wir Normalen haben damit nicht viel zu tun, außer dass wir wie Traumdeuter und Kaffeesatzleser uns an die Literatur dieses Autors machen.

Kafka aber könnte alles andere als das sein. Dem versuchen MALÜE! und Uri Bülbül nachzugehen.

Der Versuch des Neudenkens wird damit auch zu einer Standortbestimmung. Wo stehen wir? Wo leben wir, die wir Kafka auf eine perfide Weise verharmlosen, um nicht dasselbe sehen zu müssen, was er gehen hat, um biite schön, nur nicht so leiden zu müssen, wie er litt. Am Ende seines Lebens wollte Kafka uns nichts sagen, nichts hinterlassen, er wollte nur schweigend und höflich, verständnisvoll aber selbst völlig unverstanden abtreten. Nun gibt es den Versuch, Kafka neu zu denken und die Aufforderung, es doch auch mal selbst zu versuchen und nicht einfach nur zu lesen. Man kann gespannt sein, wer diesem Imperativ folgt und was er erlebt



   

MALÜE! :

Es kocht! Ein Bilderbuch
Die aktuelle bebilderte Welt so, wie sie ist

MALÜE!, der deutsch-schweizer Maler, Illustrator, Performer kurzum Künstler ist eine Marke für sich, exzentrisch, konzentrisch, engagiert und wütend - in diesem Buch vor allem wütend! Mit einem «Ist doch so!» schlägt er mit Bildern auf die Welt ein, auf die Politik, die Gesellschaft, die Technokratie. Ohne viel Worte, genau genommen ganz ohne Worte, malt er die Welt, «so wie sie ist», sagt er.

Aus seiner Bibliographie schlagen sich vier von ihm illustrierte oder gestaltete Bücher hier nieder. Das älteste davon ist das Buch mit Gedichten des Philosophen und Herausgebers der Hegel-Studien Hans-Jürgen Gawoll, der in seinen Gedichten schier ein ganz anderer war als in seinem Philosophenleben.

MALÜE und Hans-Jürgen Gawoll überschneiden sich in ihrem feinen wie sehr bissigen und giftigen Humor. Bilder als Rebellion, als Protestruf: So geht es nicht mehr weiter! Wer andere Bilder will, soll uns eine andere Welt malen. Krieg, Zerstörung, Menschen in Todesmaschinerien als Kampfpiloten oder machthungrige, (schier?) irre gewordene Politiker.

Malüe! hat eine Bildersprache, die der Welt ihr Innerstes vorhält. So grausam, wie die Welt sein kann, in ihrer Dummheit, Aggressivität, Brutalität, Rücksichtslosigkeit, so laut kann niemand schreien, so schwarz kann niemand malen. Das Leid ist nicht abzubilden, sondern anzuprangern. Diese Rebellion ist zugleich eine Anklageschrift, Stellungnahme und ein Wutausbruch. Nein, es gilt nicht mitzumachen, auch nicht auszusteigen, sondern eine klare Aufforderung in die Welt zu setzen: Stopp! Es reicht!

Es kocht!



   

Hans-Jürgen Gawoll/MALÜE! :

Gedichte, die kein Leben schrieb

Ein verspäteter Nachruf an den am 17. September 2004 verstorbenen Autor Hans-Jürgen Gawoll

Nach «irre/irische Wege» und «Nicht nur Krokus-Gedichte aus Istanbul» schrieb Hans-Jürgen Gawoll, Philosoph und Dichter, Weltenbummler und Zyniker, eine Menge Vier- und Sechszeiler als Hommage an Robert Gernhardt, vielleicht aber auch als Provokation. Schelmisch dichtete er programmatisch für das Buch:

Für Robert Gernhardt
Der Kragenbär ist gar nicht munter
denn er holt sich keinen runter,
weil ihm kein einziger mehr steht
und es ihm an den Kragen geht.



Es sollte ein zynischer Schwanengesang werden, wer hätte es ahnen können? Er, der es ahnte, sagte es uns durch die giftige gallige Blume: der Dichter selbst.

Philosophische Anspielungen, politische Ironie, religiöse Satire und immer wieder der Punkt, dass die Potenz erloschen ist, nichts mehr geht und steht, also es nun zu Ende geht.

Gedichte, die kein Leben schrieb sind genaugenommen, Gedichte, die das Ende des Lebens beschreiben könnten. Es ist kunterbunt und tragisch, aber auch komisch. Das Komische lassen sich Autor und Maler nicht nehmen und stehen in ihrer Seelenverwandtschaft über den Dingen.

Ich möchte, daß mein Teddybär
doch nicht ein solcher Teddy wär'
Die Augen glasig, groß und braun
Ich möcht' ihm in die Fresse haun


Gawoll und MALÜE hatten sich gefunden, ohne sich zu suchen. Eine Idylle kann schnell nerven, der Kitsch kann zum Wutausbruch führen, die Welt so, wie sie ist, kann weder ertragen noch verändert werden. Die Kunst aber kann ein Ventil sein, mal zum Dampfablassen und mit Gleichgesinnten zu genießen.

   

Yared Schneider

Der lose Knopf

Zu dem Zeitpunkt, als ich das hier geschrieben habe, war ich auf der Suche nach Identität. Ich wusste ich nicht, was mich ausmacht. Bin ich blau oder grün? Bin ich Demokrat oder Diktator? Bin ich jemand, der Befehle erteilt oder sie ausführt? Bin ich jemand, der seinen Monte umrührt oder ihn so isst? Bin ich jemandes bester Freund oder schlimmster Albtraum? Wer bin ICH? Ich hoffe, dass ich eines Tages den Grund für meine Existenz oder das Kriterium, das mich von anderen Individuen unterscheidet kenne. Bin ich Manuel Neuer? Bin ich schwarz oder weiß? Und warum? Bin ich die Krone der Schöpfung oder das Ende der Nahrungskette? Bin ich Cowboy oder Indianer? Bin ich Israeli oder Palästinenser? Bin ich der Tor oder Tor, der ihm folgt? Ich weiß es nicht... noch nicht!



   

Jo Ziegler

Die Ruhr-Trilogie

JO ZIEGLERs Romanwelt ist bunt, schrill, auf Vielfalt konzentriert und damit eigentlich dezentriert. Hier schreibt kein Dogmatiker der Linearität. Hier wird nicht eine Geschichte mit einem Erzählstrang stranguliert; vielmehr weiß der Autor um die Vielschichtigkeit der Welt und collagiert sie couragiert. Vom Halbachhammer, wo an jedem Sonntag in der Schmiedesaison öffentliche Vorführungen stattfinden, inspiriert, schrieb Jo Ziegler den ersten Roman der Trilogie "Die Ruhr-Magier". Dem folgte der zweite Roman "JONA". Die gleichnamige Heldin ist die Ur-Enkelin der Essener Schmiedefamilie aus den "Ruhr-Magiern". Mit ihrer Halbschwester und einer Freundin wollen sie sich am chinesischen Neujahrsfest traditionell gegenseitig Reichtum wünschen - im "Jahr des Goldenen Schweins". Im dritten Roman "PINKA RUHR-WURM" besucht Jona während des Kulturhauptstadt-Jahres Ruhr-2010 ihre Freundin Biggi im harten Stadtkern von Essen, während im Baldeney-See eine Algenpest wütet.



 
   

 

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